Vielleicht kann sich noch jemand an meine Aktion im September erinnern. Damals hatte ich, in Anlehnung an viele andere Fotografen, eine „tausche Shooting gegen…?“ Aktion gestartet.

Mit der großen Resonanz hätte ich allerdings nicht gerechnet – so erreichten mich über 50 Zuschriften von Interessierten Menschen, die alle Bock hatten mit mir zu shooten ! Die Tauscheinsätze gingen von „Ein Lächeln“ über „leckeres Abendessen“ und „Selbstgenähten Klamotten“ bis hin zu „Eintritt ins Tropical Island“. Ich war mehr als gerührt …. Allerdings wurde mir schnell klar – ich könne mich gar nicht entscheiden. Also habe ich mir eine Liste angelegt und grob abgewägt, was ich überhaupt gebrauchen kann !

So beschloss ich, erstmal 3 Dinge in der Liste zu lassen.
Einen FrisörbesuchEine wellness Massage – und natürlich den Ausflug ins Tropical Island ;P
letztendlich entschied dann ein ausgeklügeltes „Ene-mene-Muh“ Spiel darüber, dass die liebe Laura das Rennen machte, und ich so einen Besuch beim Intercoffeur Madlen Wenerski gegen ein Shooting tauschte.

Am 08.11 war es dann soweit. Laura und ich trafen uns am Neustädter Bahnhof und fuhren dann gemeinsam zum großen Garten, um dort die Bilder zu machen. Der Wettergott war gnädig mit uns – so bot er uns 22°C und herrlichsten Sonnenschein.
Laura zog im Großen Garten dann alle Blicke auf sich. Sie hatte sich zuerst für ein relativ schlichtes Herbstoutfit entschieden und wurde dann nach einiger zeit von mir in ein Brautkleid gestopft, um ein paar Liegebilder im Laub zu machen. Das „Phänomen Brautkleid“ ist immer wieder toll mit anzusehen. Erstmal passt es einfach jedem – ich habe wahrlich noch keine Frau gesehen die kein A-Linien-Kleid tragen kann. Zusätzlich bleiben immer alle Leute stehen, gucken, gratulieren und wundern sich, weil sie keinen Bräutigam sehen. Nicht selten werde auch ich kurz „Interviewed“ und um ein Foto gebeten.. so auch an diesem Tag, als ein junggebliebenes Paar auf uns zukam und neugierig nach dem Zweck der Bilder fragte.

Schon auf der Kamera sah ich, dass die Bilder der Knüller geworden waren – um so mehr freute es mich dann Zuhause, denn eine große Retusche benötigten die Bilder gar nicht mehr.

Ein paar Tage nach unserem Shooting durfte ich dann den Friseurtermin wahrnehmen. Es war 16Uhr, schon fast dunkel, als ich auf der Ostra Allee ankam. Von außen machte der Laden einen recht schlichten und soliden Eindruck, von innen jedoch : wow. Ein mega schicker & hochwertiger Laden. Ich stand da nun wie Puttchen-brammel und wollte fast wieder gehen – denn Laura hatte ich hinterm Tresen nicht erkannt 😀

Sie führte mich dann nach oben, wo ich gefühlte 4 Jahre die Haare gepflegt bekam. In einem Raum mit chilligem Jazz. An der Wand ein riesiges Salzwasser Aquarium und über den Beamer lief ein Bericht über die Models von Victoria Secret. Es war kein blosses „Haare waschen“ .. es war DIE Haarwäsche überhaupt ! Und alleine das hätte mir warscheinlich als Tauscheinsatz gereicht !

Aber Laura durfte mir dann auch noch die Haare schneiden. Ich ließ ihr da auch (fast) freie Hand. Und mit dem Ergebnis bin ich auch sehr zufrieden – auch wenn ich mich erst an so kurze Haare gewöhnen muss.

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Mein Fazit aus der ganzen Aktion ist jedenfalls, jetzt öfter solche Aktionen zu starten. Man lernt neue Leute kennen und tut sich selbst auch mal etwas gutes – etwas, was man vielleicht so nicht getan hätte.