Am 11.06 war es ungewöhnlich warm. Es lag ein böses Gewitter in der Luft und die Vögel flogen tief, um ein paar Insekten zu haschen. Als ich daher in Radeberg los fuhr, um mich auf den Weg nach Radebeul zum Schloss Wackerbarth zu machen, packte ich noch kurz vorher all‘ meine „Schlecht Wetter“ Accessoires ein, um wirklich auf alles vorbereitet zu sein. Während meinem Weg dorthin tröppelte es auch 2-3 mal –  aber ich war guter Dinge. Schließlich war bei mir bisher noch keine Hochzeit „Ins Wasser gefallen“ und es gab immer ein Happy End. Auch bei dieser Hochzeit sollte sich der gute Wille bezahlt machen, und – ich nehme es gleich vorweg – alle blieben trocken.

Die Hochzeitslocation – der kleine Pavillion zum Schloss Wackerbarth

Angela und Mattthias hatten sich für Ihre Hochzeit das romantische Ambiente des Schloss‘ Wackerbarth in Radebeul ausgesucht. Es ist ein wenig ungewöhnlich, da beide nicht aus Dresden oder näherer Umgebung stammen, und auch die Eltern von weit anreisen mussten. Ich habe mich natürlich um so mehr gefreut, denn für mich war es die erste Hochzeit auf diesem unsagbar schönem Gelände. Voller Aufregung bin ich also 1 Stunde vor Traubeginn angekommen, hechtete zur Information und war ganz überrascht, dass ich weder Eintritt noch Parkgebühren zahlen musste. Ich wurde freundlich zum Veranstaltungsort gelotst, wo bereits ein glückliches Brautpaar mit dem Sektempfang beschäftigt war. Natürlich hatte ich Panik ich sei zu spät, bin in meiner Hektik erstmal hin gerannt um dann festzustellen : Falsches Brautpaar, ich bin Pünktlich, alles gut … ! Aber so bin ich nun mal ! 😀
Nachdem das andere Brautpaar weg war, konnte ich ein paar Worte mit der Standesbeamtin reden. Sie machte einen sehr netten und erfahrenen Eindruck – und das ist mit das wichtigste bei einer Trauung. je mehr Routine in der Trauung steckt, desto weniger geht schief – und desto besser kann man es verschmerzen, wenn dann doch etwas schief geht !

Das Brautpaar

Standesgemäß hatten sich die beiden den gesamten Tag nicht gesehen. Angela wartete deswegen sehnsüchtig darauf, dass ihr Zukünftiger und die Gäste zu den Terassen gingen. Sie saß mit ihrem Vater und dem Brautautofahrer im Auto und starrte auf den Eingang zum Schlosspark. Ein Funkeln in Ihren Augen verriet – jetzt ist er da, der Bräutigam ! Für mich ebenso das Zeichen, der Braut tschüss zu sagen, und zum (bald) Mann zu flitzen. Dieser stiefelte auch schon bald samt Familie los, so dass Angela sich langsam aus dem Auto wagen konnte.

Der „First Look“ Moment

Und plötzlich wurde es ganz still. Ich stand bei der wartenden Familie und dem aufgeregtem Bräutigam auf den Terassen unterhalb des Pavillions. Hier sollte nun gleich Angela von Ihrem Vater gebracht werden. Mit einem mal stieg sie aus dem Auto – und passend dazu, wurden die Glocken der Schlosskapelle geläutet. Von oben nur schwer zu erkennen kamen sie uns ihr Vater die Treppen hinauf, bis sie endlich oben stand, und förmlich Ihrem Zukünftigen übergeben wurde. Ein rührender Moment, der nicht nur mir Gänsehaut verpasste.
Gemeinsam ging es dann die steilen Pfade zum Trausaal hinauf, wo die nette Standesbeamtin auch schon wartete um die Gäste auf Ihre Plätze zu weisen.

Die Trauung im Schloss Wackerbarth

Mit dem wohl schönsten Blick über Dresden kamen Angela & Matthias in den wunderschönen Trausaal des Schlosses. Alles stand auf, Tränchen wurden vergossen und dann ging es auch schon los. Nach einer sehr schönen und bewegenden rede über die Liebe und die Zweisamkeit, bei der jeder der Gäste verträumt zum Partner blickte und in Erinnerungen versank, kam es auch schon zur wichtigsten Frage des Tages. Nachdem beide diese Frage mit einem klaren JA beantworteten. Danach ging auch alles ziemlich flott…. die Gäste gingen hinaus, wurden mit Sekt & Traubensaft aus der eigenen Weinherstellung verköstigt und wurden dann zum Restaurant gebracht, wo ein kleiner Kuchenschmaus vorbereitet war.

Paarbilder im romantischen Schlossgarten und den anliegenden Weinhängen

Nachdem alle Gäste versorgt und glücklich waren, ging ich mit meinem Brautpaar ein paar Bilder machen. Ein junges, dynamisches Paar – das bekommt auch junge dynamische Bilder. Allerdings war das gar nicht so leicht, denn die beiden hingen sehr aneinander. So wurden es am Ende doch eher die klassischen Bilder, die sich aber auch nicht verstecken müssen. Besonders gefiel mir bei der ganzen Sache die Aufgeschlossenheit der Beiden. Sie haben jedes Späßchen von mir mitgemacht und waren sich für keinen Gag zu schade. Schade war es nur, dass nach dem Paarshooting für mich schon der Feierabend läutete – denn nicht nur die Gewitterluft holte uns ein – auch die Zeit lief uns davon. Gerne wäre ich noch länger geblieben, denn mit Angela & Matthias hat dieser Ausflug in die Weinberge wirklich Spaß gemacht.